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Graphik: Bulletpoint Abstracts Heft 3/2019 (Deutsch)

Margareta Kreimer/ Andrea Leitner/ Mila Jonjic: Geschlechtersegregation im Kontext des Berufsbildungssystems und sich verändernder Arbeitswelten

Österreich zählt zu den Ländern mit anhaltend hoher Geschlechtersegregation im Berufsbildungssystem, gleichzeitig zeigt sich eine hohe Übereinstimmung zwischen fachspezifischen Berufsbildungsabschlüssen und Berufstätigkeit. Vor diesem Hintergrund wird die Frage untersucht: Wie interagieren das Berufsbildungssystem und die berufliche Segregation in zwei stark segregierten Bereichen des Arbeitsmarktes? Der Fokus der Analyse liegt einerseits auf den männerdominierten Bereichen Mathematik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Naturwissenschaft und Technik (MINT) und auf den frauendominierten Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales. Andererseits verfolgen wir das Ziel, Geschlechtersegregation auf einer konkreten inhaltlichen Ebene zu diskutieren. Unsere Analysen zeigen erstens, dass sich Bildungssegregation in hohem Ausmaß auf das Berufssystem überträgt. Die Ergebnisse zu Frauen in MINT und Männern in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales verweisen zweitens auf ein gewisses Potenzial geschlechtsuntypischer Ausbildungen und Berufe in Richtung Abbau der Segregation, zugleich aber auch auf deren Grenzen insbesondere bei Frauen in MINT. Darauf aufbauend, und mit Bezug auf bisherige Erkenntnisse der Digitalisierungsforschung, können drittens Schlussfolgerungen zum zukünftigen Potenzial von Segregationsabbau in MINT und in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales gezogen werden.

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