Abstracts
Heft 2/2010 (Deutsch)
Theresia Oedl-Wieser: Umsetzung von Gender Mainstreaming in der ländlichen Entwicklung in Österreich – Versäumnisse und Perspektiven
Die ländliche Entwicklungspolitik hat in Österreich seit dem EU-Beitritt 1995 eine politische und monetäre Aufwertung erfahren. In der laufenden Förderperiode (2007 bis 2013) stehen diesem Politikbereich rd. 8 Mrd. € zur Verfügung. Im folgenden Beitrag wird diskutiert, inwieweit die ländliche Entwicklungspolitik und ihre Förderinstrumente mehr Verteilungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und Gleichstellung von Frauen und Männern im ländlichen Raum herbeiführen können. Am Beispiel des geschlechterpolitischen Ansatzes »Gender Mainstreaming«, der die Einbindung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in sämtliche politische Konzepte und Maßnahmen der Europäischen Union vorsieht, wird dargestellt, wie dieses Instrument im Bereich der ländlichen Entwicklung ein- und umgesetzt worden ist und welche Auswirkungen es bisher auf die Weiterentwicklung der Geschlechterverhältnisse im ländlichen Raum gehabt hat und in Zukunft haben kann.
Andere Abstracts in diesem Heft:
- Die Konstruktion nationaler Identität in der österreichischen und Schweizer Sportberichterstattung – eine qualitative Inhaltsanalyse zur Fußball-Europameisterschaft 2008
- Bedingung oder Bereicherung? Nichtstaatliche AkteurInnen in der Offenen Methode der Koordinierung zur sozialen Eingliederung in Österreich
- »Wir lassen es jetzt drauf ankommen« – Deutungen von Empfängnisverhütung am Beispiel späten Kinderwunsches
- Zum Sozialprestige von Musikstilen in Österreich – Diskussion der Problematik von Musikpräferenzerhebungen anhand ausgewählter Ergebnisse der Studie »Wozu Musik?«
