Abstracts
Heft 2/2010 (Deutsch)
Mariam I. Tazi-Preve: Politik zu Vaterschaft
Bei der Analyse der Strukturen und Funktionsweisen von Familien bzw. der familienpolitischen Einflussnahme wird der Part der Väter zumeist nachrangig behandelt. In diesem Beitrag wird die Frage aufgeworfen, ob es im Wohlfahrtsstaat Österreich eine Politik gibt, die auf Väter abzielt, und welchen Charakter eine solche besitzt. Es wird von der These ausgegangen, dass politische Regelungen zu Familie im Spannungsfeld von Familie, Arbeitsmarkt und Staat zu betrachten sind und nur so Widersprüche innerhalb der Politik zu Vaterschaft sowie die ambivalente Haltung von Vätern selbst erklärbar sind. In diesem Zusammenhang werden die geschlechtsspezifische Verfasstheit der österreichischen Familienpolitik und ihrer politischen und rechtlichen Maßnahmen sowie die Normativität von Familienleitbildern überprüft. In den Ergebnissen werden die ¬Ambivalenzen der österreichischen Politik zu Vaterschaft aufgezeigt.
Andere Abstracts in diesem Heft:
- Die Konstruktion nationaler Identität in der österreichischen und Schweizer Sportberichterstattung – eine qualitative Inhaltsanalyse zur Fußball-Europameisterschaft 2008
- Bedingung oder Bereicherung? Nichtstaatliche AkteurInnen in der Offenen Methode der Koordinierung zur sozialen Eingliederung in Österreich
- Umsetzung von Gender Mainstreaming in der ländlichen Entwicklung in Österreich – Versäumnisse und Perspektiven
- »Wir lassen es jetzt drauf ankommen« – Deutungen von Empfängnisverhütung am Beispiel späten Kinderwunsches
- Zum Sozialprestige von Musikstilen in Österreich – Diskussion der Problematik von Musikpräferenzerhebungen anhand ausgewählter Ergebnisse der Studie »Wozu Musik?«
